Hafermilch und Co.

Pflanzendrinks wie zum Beispiel aus Hafer und Soja werden immer beliebter. So verzichten immer mehr Menschen ganz bewusst auf tierische Lebensmittel, leiden unter einer Lactoseintoleranz oder mögen den Geschmack von Kuhmilch einfach nicht.

Aber ist der beliebte Milchersatz auch schon für unsere Allerkleinsten geeignet?

Die Pflanzendrinks aus Hafer, Mandel und Co. sind für Erwachsene und größere Kinder eine leckere Alternative zu herkömmlicher Kuhmilch. Für Babys und Kleinkinder gibt es aber einige Einschränkungen, die es zu beachten gilt.

 

Pflanzliche Drinks sind kein Ersatz für Muttermilch!

In den ersten zwölf Lebensmonaten sollte dein Baby Muttermilch oder eine industrielle Säuglingsmilchnahrung bekommen. In beiden sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die dein Baby für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung braucht.

Den pflanzlichen Milchalternativen fehlen wichtige Nährstoffe, die für die kindliche Entwicklung sehr wichtig sind. Das gilt vor allem für das wichtige Calcium, das für das Knochenwachstum in diesem Alter eine große Rolle spielt und Vitamin B12.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät deshalb von pflanzlichen Alternativen für Säuglinge ganz klar ab: "Sojagetränke und andere vegane Ersatzprodukte wie Mandel-, Frischkorn- oder Reisgetränke etc., die umgangssprachlich auch als Milch bezeichnet werden, sind nicht auf die speziellen Nährstoffbedürfnisse des Säuglings abgestimmt und daher ungeeignet. Gedeihstörungen aufgrund von Energie- und Proteinmangel und weitere Nährstoffdefizite wurden in der Vergangenheit beobachtet."

Ein kurzer Überblick über die beliebtesten Pflanzendrinks:

Hafermilch

Hafermilch besteht traditionell aus Hafer und Wasser – zumindest, wenn man den Haferdrink selber macht. Der pflanzliche Milchersatz enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium, essentielle Aminosäuren und Beta-Glucanen, das für die Verdauung gut ist. Zudem stecken in Hafermilch viele Ballaststoffe, die lange satt machen. Hafermilch enthält keinen Milchzucker und ist damit laktosefrei. Industrielle Hafermilch enthält aber oft jede Menge Zucker und andere Zusätze. Auch hier lohnt ein Blick in die Zutatenliste.  

Sojamilch

Soja enthält Phytat, dass die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen beeinflussen kann. Auch die enthaltenen Isoflavone (sekundäre Pflanzenstoffe), die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln und den Hormonhaushalt beeinflussen können, sind noch nicht ausreichend erforscht.

Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) spricht jedoch nichts gegen den gelegentlichen Verzehr von Sojaprodukten im Rahmen einer gesunden Ernährung für Kinder ab einem Jahr.

Mandelmilch

Mandelmilch entsteht durch die Mischung von Mandelmehl mit Wasser. Naturbelassene Mandelmilch enthält durch das Einweichen und das Filtern kaum Calcium, Vitamine und Mineralstoffe. Der Fettanteil entspricht dem von Kuhmilch – aber natürlich ausschließlich pflanzliche Fette. Der Zuckergehalt ist niedrig, allerdings nur bei ungesüßten Varianten. Auch hier lohnt ein Blick in das Zutatenverzeichnis.

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