Wenn du dein Baby trägst, gehört das Spucktuch über der Schulter zur Grundausstattung: Denn dann landet das flüssige „Bäuerchen“ nicht auf der Kleidung.

Hebammentipps gegen häufiges Spucken

Das Spucken beginnt häufig gegen Ende des ersten Lebensmonats, wenn die Milchportionen größer werden. Doch keine Sorge, das ist meist völlig normal und schon kleine Tricks können dagegen helfen.

Gleich vorweg: Wenn dein Baby öfter etwas Milchnahrung aufstößt, ist das normalerweise kein Grund, sich Sorgen zu machen.

Hebammen-Tipps gegen häufiges Spucken:

  • Lass dir von deiner Stillberaterin oder Hebamme die richtige Stilltechnik zeigen. Denn durch das richtige Anlegen schluckt dein Kind weniger Luft beim Trinken. Das verschafft oft Abhilfe.

  • Gib deinem Kind mehrere kleinere Milchmahlzeiten über den Tag verteilt. So wird der Magen nicht zu voll.

  • Beim Füttern mit der Flasche kannst du darauf achten, dass die Öffnung des Saugers auf das Alter deines Babys und die Konsistenz der Nahrung abgestimmt ist: Bei eher flüssiger Nahrung sollte es kleiner und bei eher dickflüssiger etwas größer sein. So wird weniger Luft geschluckt.

  • Plane genügend Zeit für die Milchmahlzeiten ein und mach immer wieder kleine Pausen. Ein Bäuerchen zwischendurch entlastet den Magen und die geschluckte Luft kann entweichen.

  • Gönne deinem Kind nach der Mahlzeit eine kleine Ruhepause und lass es schlafen, statt direkt im Anschluss zu spielen. Das kann helfen, die Nahrung im Magen zu behalten.

  • Du musst dein Baby für das „Bäuerchen“ nicht unbedingt hochheben und auf den Rücken klopfen – denn das kann Spucken sogar fördern. Normalerweise kommt die Luft von ganz allein heraus. Gönn deinem Kind nach dem Trinken einfach etwas Ruhe.

  • Beim Füttern mit der Flasche kann das Andicken der Milchnahrung bei spuckenden Kindern helfen, den Mageninhalt zu behalten. Hierfür eignen sich spezielle Produkte wie z. B. mit Trockenreisschleim.

Hier schreibt Birgit für Euch.

Mit viel Erfahrung aus über 30 Jahren im schönsten Beruf der Welt! Als Hausgeburtshebamme, leitende Hebamme einer Belegklinik, im Entwicklungsdienst in Madagaskar oder als Lehrhebamme für den beruflichen Nachwuchs ..

Hilfe suchen und annehmen

Vielleicht erlebt auch ihr die erste Zeit mit eurem Kind nicht nur als eine bezaubernde, sondern auch als eine sehr anstrengende Zeit. Sprecht dann bitte mit eurer Hebamme oder eurer Kinderärztin offen über eure belastende Situation – sie wissen, welche Schwierigkeiten Eltern in den ersten Lebenswochen ihres Kindes oft haben und können mit euch zusammen Lösungen finden.

Und denkt daran: ihr habt in eurem bisherigen Leben schon so vieles gemeistert, auch diese Zeit werdet ihr überstehen!

Weitere Ratgeber

Ernährung

Zubereitung der Milchnahrung

Was muss ich beachten? Welches Fläschchen? Welche Milch und wieviel Pulver ist richtig? Wir geben dir die wichtigsten Tipps und Hinweise und eine Checkliste zum Ausdrucken.

Babycare

Schreibaby und Dreimonatskoliken

Warum schreit dein Kind? Hat du ein Schreibaby? Sind es wirklich die Dreimonatskoliken? Erfahre was du tun kannst, um dir und deinem Baby zu helfen.

Ernährung

Wann braucht mein Baby welche Milch? 1, 2, oder 3er Folgemilchen?

Wann braucht mein Baby welche Milch? 1, 2, oder 3er Folgemilchen?
Wann wechsle ich von Anfangsmilch zu einer Folgemilch?
Bestimmt hast Du schon vor dem vollen Milchregal in Deinem Drogeriemarkt gestanden und bist schier verzweifelt vor dem schier unendlichen Angebot an Folgemilchen.

DOWNLOAD

Informationen zum Nachlesen für dich.

Hier findest du unsere kompletten Broschüren zum Download