Tipps zur Brei-Zubereitung

Die Einführung der Breie erfolgt schrittweise – von den ersten Löffelversuchen etwa ab dem 5. Monat über die erste Breimahlzeit bis hin zur Familienkost. Das Ganze dauert natürlich seine Zeit, die du deinem Baby und dir geben solltest.

Schon gesehen?

In unserem Ratgeberbeitrag „Einführung in die Beikost“ erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du dein Baby an die Beikost heranführst.

Unsere Tipps für leckere Breie:

  • Gemüse schonend garen: Für den Mittagsbrei eignet sich schonend gedünstetes Gemüse wie Karotten, Kürbis, Zucchini, oder Pastinake. Nach dem Dünsten in einem Topf oder Dampfgarer, wird das Gemüse zu einem feinen Brei gestampft oder püriert.

  • Rapsöl hinzufügen: Nach dem Pürieren wird der Brei mit einem Löffel Rapsöl verfeinert. Das gibt Geschmack, Energie und ist eine Quelle für langkettige Fettsäuren, die unser Körper nicht in ausreichender Menge selbst produzieren kann.

  • Fleisch: Für einen Fleisch-Gemüse-Brei eignet sich gedünstetes mageres Rind, Schweine- oder Hähnchenfleisch.

  • Fisch: Wird der Gemüse-Fleisch-Brei von deinem Baby gegessen, kannst du auch mal etwas gegarten und pürierten Fisch anstelle des Fleisches wie z. B. Lachs oder Makrele, Hering in den Gemüse-Brei hinzufügen.

  • Obstsaft oder -mus hinzufügen: Das in Obst enthaltene Vitamin C verbessert die Eisen-Aufnahme aus der Nahrung. Dies ist für ein gesundes Baby-Wachstum besonders wichtig. Daher empfiehlt es sich bei Breimahlzeiten z. B. etwas milder Apfelsaft- oder mus hinzuzufügen.

  • Vegetarischer Brei: Alternativ zu Fleisch und Fisch kannst du ein- bis zweimal pro Woche ein paar Haferflocken zum Gemüse-Brei untermischen. Die entsprechende Menge Flocken gibst Du einfach in den warmen Gemüsebrei.

  • Apfel und Birne dünsten: Obst sollte in der Babyernährung gedünstet und püriert werden. Außer Banane, diese kannst du Deinem Baby roh geben.

Hebammentipp Nr. 14

Mach beim Füttern ruhig die Mundbewegungen deines Babys nach. Es hilft deinem Baby, essen zu lernen und stärkt eure Bindung.

Julia Peter, Hebamme

Warum ist die Zugabe von Pflanzenöl in milchfreien Breimahlzeiten so wichtig?

Als Pflanzenöl in der Beikost wird das geschmacksneutrale Rapsöl mit seiner wertvollen Fettsäurezusammensetzung empfohlen. Es weist eine optimale Mischung von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren auf, die die Entwicklung von Nerven- und Gehirnzellen unterstützen. Zudem kann dein Baby mit Zugabe des Öls auch die fettlöslichen Vitamine E, D, K, A besser aus den Breien aufnehmen. Die Extra-Portion an Energie aus dem Öl wird für Babys Wachstum benötigt.

Bei milchfreien Breimahlzeiten werden folgende Öl-Mengen empfohlen:

  • Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: 1 EL Pflanzenöl
  • Obst-Getreide-Brei: 1 TL Pflanzenöl
Hebammentipp Nr. 15

In handliche Stücke geschnittenes Fingerfood, wie dampfgegartes oder gedünstetes Gemüse (z. B. Karotte, Kartoffel oder Brokkoli), lässt dein Baby ab ca. dem 8. Monat das Essen spielerisch und mit allen Sinnen entdecken.

Julia Peter, Hebamme

Benötigt mein Baby zusätzliche Flüssigkeit?

Ab der ersten Breimahlzeit kannst du deinem Baby zusätzlich Wasser anbieten. Ab drei Breimahlzeiten pro Tag benötigt dein Baby obendrein etwa 200 ml Flüssigkeit. Am besten bietest du ihm das Wasser oder ungesüßten Tee am Tisch in einem Becher/Glas oder einer Tasse an. Für unterwegs eignet sich eine auslaufsichere Trinkflasche. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres steigert sich der Flüssigkeitsbedarf auf bis zu 700 ml am Tag.

Dauernuckeln unbedingt vermeiden!

Bitte vermeide, dass dein Baby ständig an der Flasche nuckelt! Das Umspülen der Zähnchen auch mit zuckerfreien Flüssigkeiten schadet dem Zahnschmelz und kann Karies begünstigen.

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