Zubereitung der Milchnahrung

Was muss ich beachten? Welches Fläschchen? Welche Milch und wieviel Pulver ist richtig?

So viele Fragen am Anfang - das ist ganz normal! Wir geben dir die wichtigsten Tipps und Hinweise und eine Checkliste zum Ausdrucken. Dann kann nichts mehr schief gehen!

Wenn du dir unsere Tipps zu Herzen nimmst und dich genau an die Zubereitungsempfehlung hältst, kann (fast) gar nichts schief gehen.

Hygiene ist wichtig!

Wenn du eine Milch für dein Baby zubereitest, solltest du die normalen Hygieneregeln, die bei der Zubereitung von Lebensmitteln gelten, beachten. Bevor du loslegst, wasch deine Hände gründlich, reinige die Arbeitsfläche und räume anderes Essen, Obst, Gemüse oder ähnliches weg. Fläschchen und Sauger sollten vorher in der Spülmaschine gereinigt werden oder aber mit der Hand gewaschen und kurz abgekocht werden, dann bist du auf der sicheren Seite.

 

Wasser ist nicht gleich Wasser

Die nächste Frage, die du dir vermutlich stellst, welches Wasser ist das richtige. Unser Trinkwasser ist normalerweise für die Zubereitung von Babynahrung geeignet, dagegen sprechen nur sehr alte Leitungen (z.B. Bleileitungen), sehr neue Leitungen oder aber seitens der Wasserwerke gibt es Warnhinweise. Bist du dir unsicher, kannst du jedes stille Mineralwasser mit dem Hinweis „Für die Zubereitung von Babynahrung geeignet“ verwenden.

Wenn du Leitungswasser verwendest, lass kaltes Wasser ein bisschen laufen bevor du es abnimmst, koch es einmal kurz auf und kühl es dann auf ca. 40 -50 ºC ab. Das ist die optimale Temperatur für das Milchpulver, es löst sich gut und Inhaltsstoffe gehen nicht kaputt.

 

Milch zubereiten - die kleinen Tipps

1. Mischen

Jetzt mischst du, genau nach Anweisung, die auf der Packung steht, Milchpulver und Wasser. Bitte immer den Messlöffel aus der Verpackung verwenden und beim Abstreifen kein Messer oder ähnlich scharfe Gegenstände verwenden. (das klingt jetzt seltsam, aber dieser Hinweis hat den einfachen Grund, dass die heutigen Küchenmesser so scharf sind, dass du versehentlich beim Abstreifen Mini-Stückchen vom Kunststoff-Dosierlöffel abschneiden/ -schaben könntest. Und die möchtest du ja nicht in deinem Babyfläschchen wiederfinden..)

2. Trinktemperatur

Die fertige Milch sollte eine Temperatur von ca.37 ºC haben, das ist angenehm für dein Baby. Wenn du kein Thermometer (kein Fieberthermometer, ein einfaches Bratenthermometer aus Edelstahl reicht aus) hast, um die Temperatur zu kontrollieren, tropfe die fertige Milch auf die Innenseite deines Handgelenks. Wenn es dir angenehm ist, ist die Temperatur perfekt. Und schon kann es losgehen! Der kleine Feinschmecker hat bestimmt schon Hunger!

 

Hunger? Hunger! - Fläschen aufbewahren?

Und wenn dein Baby doch nicht so viel Hunger hat, wie gedacht? Dein Baby muss in den ersten Lebensmonaten viel wachsen, allerdings verläuft das nicht gleichmäßig, sondern mal mehr und mal weniger. So ist auch der Hunger nicht immer gleich, von der 180 ml Flasche von letzter Woche wird diese Woche nur die Hälfte getrunken. Einfach ab in den Kühlschrank und bei Bedarf wieder warm machen?

Bitte auf keinen Fall

Die Herstellung von Babymilchnahrungen in Pulverform unterliegt strengen mikrobakteriellen Herstellungsvorschriften. Der empfindliche Magen deines Babys kann viel schneller und sensibler reagieren, als beispielsweise unser erwachsener Magen (der ist einfach mehr gewöhnt)

Es kann passieren, dass gerade bei Raumtemperaturen und einer schon kurzen Aufbewahrungszeit unerwünschte Keime entstehen, die du deinem Baby nicht füttern möchtest.

Und was heißt dann lange? Eher kurz als lang, also konkret: bewahre die Milch nur solange auf, wie dein Baby mit Appetit sein Fläschchen trinkt, alle Reste sollten von dir sofort entsorgt werden.

Bereite lieber noch ein 2. Fläschchen vor, wenn du Bedenken hast, dein Baby wird nicht satt. Und dann gibt es ja noch die kleinen Spezialisten, die nachts den Mordshunger haben und nicht nur dich sondern auch noch den Rest der Familie wach motzen. Da ist guter Rat teuer...

Unser Tipp (von erfahrenen Profis & Mamis, die das selbst schon alles durch haben):

Kauf dir eine kleine Thermos - Edelstahlflasche, in die du abends schon das abgekühlte, richtig temperierte, abgemessene Wasser gibst. Du brauchst dann nur Milchpulver in deine Babyflasche geben und mit Wasser auffüllen. So brauchst du nicht nachts noch Wasser erhitzen und abkühlen und das „verhungernde“ Baby muss nicht solange warten.

Super für unterwegs ist das auch - denn so hast du du so immer das richtig temperierte Wasser bei dir.

 

Milchpulver umfüllen?

Bitte nicht!

Auch wenn dir die Schachtel und der Aluinnenbeutel nicht so gut gefällt, bitte lass das Milchpulver darin. Öffne den Alubeutel erst, wenn du das Pulver brauchst. Nur so kann die Qualität gewährleistet werden.

z.B. kann beim Umfüllen das Pulver feucht werden oder etwas Unerwünschtes fällt mit rein. Vielleicht musst du doch mal mehr oder weniger Milchnahrung zubereiten, dann ist die Anleitung auf der Verpackung ganz hilfreich.

Es gibt schöne Boxen, in diese kannst du die gut verschlossenen / noch versiegelten Beutel reinpacken.

Hebammentipp Nr. 19

Neigt dein Baby zum Spucken, dann gib lieber kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt und plane genug Zeit für das Bäuerchen ein.

Birgit Laue, Hebamme

Umstellung von der PRE-Nahrung auf die Folgemilch1

Wenn der Trinkabstand zwischen den Flaschenmahlzeiten kürzer geworden ist oder du den Eindruck hast, dass dein Baby von der Pre-Nahrung nicht mehr satt wird, dann kann es sinnvoll sein, auf eine 1er Nahrung umzustellen.

Unser Ernährungsplaner für das erste Lebensjahr schafft Orientierung für die Ernährung deines Babys im ersten Lebensjahr . Bei Fragen kannst du dich gerne an unseren Elternservice wenden.

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