Die richtige Zahnpflege für Babys

Ein neuer, aufregender Entwicklungsschritt im Leben deines Babys ist eingetreten: das erste Zähnchen lässt sich blicken. Bereits jetzt solltest du mit der Zahnpflege beginnen. Denn, Muttermilch und Säuglingsnahrung enthalten Kohlenhydrate, welche die Kariesentstehung bei Milchzähnen auslösen können.

Zahnpflege beginnt schon vor dem ersten Zähnchen

Mit einem speichelfesten Zahnputz-Fingerling aus weicher Baumwollfaser gewöhnst du dein Baby schon vor dem Durchtreten der ersten Zähnchen an die Zahnpflege. Zu empfehlen ist auch eine Zahnputz-Lernbürste, die anstelle von Borsten kleine Noppen hat.

Hebammen-Tipp Nr. 41:

Besonders wenn Babys zahnen, leiden sie häufiger an einem wunden Po. Häufigeres Windelwechseln und das etwas üppigere Auftragen der gewohnten Baby-Hautschutzcreme kann dem vorbeugen.

Franziska Rohrwacher, Hebamme

Wenn sich das erste Zähnchen blicken lässt …

  1. Erkennst du die ersten Anzeichen eines Zahndurchbruches, kannst du mit dem Finger die Stelle leicht massieren. Wenn später die erste weiße Spitze durchbricht, kann ein Wattestäbchen oder ein weiches Tuch hilfreich sein. Zahngel ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht notwendig.
  2. Wenn das Zähnchen ganz zu sehen ist, sollte zweimal täglich mit einer kleinen Menge Zahngel geputz werden. Hier solltest du nur milchzahngeeignetes oder pflanzliches Zahngel verwenden, wie das flouridfreie Töpfer Zahngel mit Kieselerde, Kleie und Ringelblume.
  3. Immer sanft von rot nach weiß putzen – also vom Zahnfleisch zum Zahn.
Hebammen-Tipp Nr. 42:

Lass dein zahnendes Baby auf einem frischen, gekühlten Bio-Fenchelstängel herumkauen. Die sanfte Zahnfleisch-Massage beruhigt und wirkt schmerzstillend. Die enthaltenen ätherischen Öle haben einen angenehmen Geschmack und desinfizieren gleichzeitig mild die Mundhöhle.

Birgit Laue, Hebamme

So hat Karies keine Chance

  • Zweimal täglich Zähneputzen, besonders abends vor dem Schlafen.
  • Überlasse deinem Baby die Flasche nicht zum Dauernuckeln! Das ständige Umspülen der Zähne, auch mit zuckerfreien Flüssigkeiten, schadet dem Zahnschmelz.
  • Möglichst keine süßen Säfte, sondern Wasser oder Tee zum Trinken geben.
  • In Rücksprache mit dem Kinderarzt können Flouridtabletten zur Stärkung der Zahnsubstanz beitragen. Achtung: Nicht gleichzeitig flouridhaltiges Zahngel verwenden, da sonst eine Überdosierung droht.
  • Gib deinem Kind nichts, das du vorher im Mund hattest. So können Karieserreger auf die Mundflora deines Kindes übergehen.

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