Jasmin | Ihre drei Kinder unter anderem Clemens im September 6 Monate

Jasmin hat drei Kinder und ja, sie hatte das Glück, dass bei ihr das Stillen 3x auf Anhieb klappte

Oder vielleicht auch doch nicht?

 

Jasmin erzählt uns ihre Geschichte:

 

Gerade bin ich zum dritten Mal Mama geworden und das Ereignis verliert auch beim dritten Mal nicht an Zauber. Meine drei Kinder sind meine Lehrmeister und durch sie habe ich sehr viel über mich und meine innere Ruhe gelernt. Wie genau, das erzähle ich euch in meiner Elterngeschichte:

Hallo,

mein Name ist Jasmin und ich bin 38 Jahre alt. Ich habe drei Kinder. Mein Jüngster ist 7 Monate alt und meine beiden großen Kinder sind 4 und 8 Jahre. Meinen Wunsch zu Stillen hatte ich schon in der Schwangerschaft mit meinem ältesten Kind und trotz aller Bedenken unserer Familien oder im Freundeskreis hatte und habe ich das große Glück, dass es bei allen drei Kindern mit dem Stillen geklappt hat.

Ein ganz normaler Tag

Heute Vormittag stand die U-Untersuchung unseres kleinen Schatzes auf dem Programm. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Manchmal höre ich es gerade so in meinen Ohren summen, weil ich genau dieselben Worte verwende wie meine Omas. Ihr kennt das sicherlich. Und es ist dabei völlig egal, ob man sein erstes Kind, oder wie ich das dritte hat…Es kommt einem so vor, als hätte man seinen kleinen Liebling erst gestern geboren und jetzt krabbelt er schon ;-). Die Untersuchung war super. Unser Kinderarzt ist einfach sehr entspannt und unser kleiner Schatz entwickelt sich gut, was wir selbst auch so beobachtet hatten…

Ich bin jeden Tag aufs Neue dankbar und voller Freude wie sich meine Kinder entwickeln…auch und vielleicht gerade deshalb, weil man eigentlich nie stur den Alltag planen kann.

Doch ich konnte das nicht immer so sehen...

Als mein zweites Kind geboren war hatte ich sehr hohe Ansprüche an mich als Mutter. Ich dachte es muss alles so wie schon mit einem Kind weiterlaufen. Perfekter Haushalt, sich um die beiden Kinder kümmern usw. Ich kam oft an meine Grenzen, weil unser zweites Kind einfach manchmal, natürlich aufgrund seines Alters, sehr viel Zeit und Liebe brauchte und durch die Entwicklungsschübe sehr anhänglich war. Ich war in der Zeit sehr gestresst und leider haben dies auch oft meine Kinder gespürt. Ich kam ziemlich bald an den Punkt wo ich etwas verändern wollte…ich wollte gelassener und weniger gestresst sein und dies nicht nur in der Theorie, sondern natürlich auch real, wenn Stresssituationen waren oder aufkamen. Ich erinnerte mich an die Zeit der Schwangerschaft mit unserem zweiten Kind, als ich ein 8 Wochen Training bei einer sehr lieben  Brainkinetik-Trainerin absolviert hatte. In dieser Zeit kam ich sehr zur Ruhe und war ausgeglichen, sehr fit und Stress konnte mir fast nichts anhaben.

 

 

Also beschloss ich einfach selbst die Ausbildung zu beginnen um meine innere Mitte wieder zu finden und dann, wenn es denn klappen würde, selbst Kurse zu geben.

Tja, was soll ich sagen?

Es hat geklappt. Nicht gleich im ersten Lebensjahr unseres zweiten Kindes, aber im zweiten habe ich die Ausbildung zur Brainkinetik-Trainerin absolviert und gebe seitdem Einzel,- und Gruppenkurse für Jung und Alt. Ich bin seitdem viel ausgeglichener und ruhiger geworden und das zeigt sich in allen Lebenslagen. Ich konnte auch in meiner Schwangerschaft mit unserem dritten Kind weiter Kurse leiten und erlebte wieder eine wunderschöne Kugelbauchzeit und unsere Kinder eine glückliche und zufriedene Mama.

Als unser kleiner Schatz 4 Monate alt war, fing ich an, wieder Kurse zu geben und er ist immer mit dabei. Am Anfang lag er im Kinderwagen oder auf einer Decke draußen im Garten während wir trainierten. Inzwischen krabbelt er schon auf der Wiese während des Trainings und wenn er Hunger hat oder müde wird, dann stille ich ihn einfach oder lege ihn schlafen. Meine drei Kinder sind meine größten Lehrmeister…ich habe in den letzten acht Jahren mehr über mich erfahren und gelernt, wie in den Jahren davor. Ich bin glücklich, dass ich ihre Mama sein darf.

Zuallererst möchte ich jeder Schwangeren oder Mama sagen: jede Mama geht ihren eigenen Weg! Mach das, was für Dich und dein Kind gut ist und dann wirst du glücklich sein.

Ich konnte meine drei Kinder von Beginn ihrer Geburt an stillen und habe dies auch bis zum zweiten Lebensjahr hin gemacht.

Und auch wenn ich eine begeisterte Stillmama bin, so darf und soll dies jede Mama für sich selbst entscheiden und sollte auch von niemandem angegriffen werden, wenn sie nicht stillt. Genauso wenig möchte ich dies für mich hören, dass ich ja immer noch stille ;-). Also ist meine Devise leben und leben lassen.

Ich möchte Frauen ermuntern zu Stillen und auch wenn es mal schwierig wird oder es Stillprobleme gibt, nicht gleich aufzuhören, sondern sich bei Stillberatern oder Hebammen Rat und Hilfe zu holen, aber nicht bei jeder Mama klappt es gleich auf Anhieb.

So wie auch bei mir...

...mein erstes Baby und ich? Wir hatten auch etwas Startschwierigkeiten!

Bei unserem ersten Kind klappte das Stillen nicht von Anfang an, aber ich hatte das große Glück, dass ich nach der Entbindung im Hebammenkreißsaal auf der Station im Krankenhaus wundervolle Krankenschwestern hatte. Die konnte ich wirklich rund um die Uhr mit meinen Fragen und Problemen nerven und aufsuchen. Ich weiß es noch wie heute, dass eine der Schwestern mir gleich nach der Geburt eine Kanne mit Stilltee ans Bett stellte und meinte „nun trinken sie mal schön, das bringt die Milch in Gang“.

Und sie hatte Recht.

Alle Krankenschwestern waren damals sehr nett und hilfsbereit. Sie halfen mir, wenn mein Baby nicht richtig saugte und zeigten mir immer wieder geduldig verschiedene Stillpositionen. So erhielt ich die Hilfe, die ich brauchte und anfängliche Stillprobleme lösten sich auf. Als ich dann nach ein paar Tagen mit Baby und Mann aus dem Familienzimmer nach Hause kam klappte es so gut, dass wir keinerlei Probleme mehr hatten. Und ich war sehr glücklich Stillen zu können. Noch während der Schwangerschaft riet uns unsere Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs, das Stillbuch von Hannah Lothrop zu lesen. Und ich hab es tatsächlich ganz durchgelesen. Auch wenn ich vieles damals nicht verstanden habe, oder mir fremd war…heute etliche Jahre später hört sich vieles nicht mehr so fremd oder komisch an. Man wächst einfach mit seinen Kindern mit und das ist auch ganz natürlich und gut. Meine Kinder sind meine größten Lehrmeister.

Als unser zweites Kind geboren wurde, war unser Erstgeborener schon ab und zu eifersüchtig. Aber nicht darauf, dass das Baby gestillt wurde, sondern weil da jetzt ein kleines Wesen war, um dass sich die Mama ständig kümmern musste. Doch mit einem lieben Gespräch zusammen mit unserer Hebamme löste sich die Wut in Tränen und einem Lachen auf und seitdem wusste ich damit umzugehen. Als unser drittes Kind dieses Jahr das Licht der Welt erblickte hatte ich mich innerlich schon darauf vorbereitet, dass beide Kinder oder unser zweites Kind eventuell eifersüchtig werden würde. Aber diese Gedanken hatte ich mir umsonst gemacht. Ich bin glücklich, drei so wundervolle Kinder geboren zu haben und sie auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen.

... Es ist auch in der Wiederholung ein einzigartiges Erlebnis. Nachdem unser Baby geboren war, legte ich ihn gleich zu mir auf die Brust. Ein unbeschreibliches Gefühl. Mein Mann und ich hießen unseren Schatz willkommen und sagten ihm wie sehr wie ihn liebten, wie stolz und glücklich wir über die schöne Geburtsreise waren und dass seine Geschwister zu Hause sich schon sehr auf ihn freuten. Da all unsere Kinder Überraschungskinder waren, lag immer ein Zauber in den ersten Minuten nach der Geburt zwischen uns in der Luft. Als wir so aneinander gekuschelt zusammen lagen, legte ich unser Baby auch gleich an, damit er trinken konnte. Und wie froh war ich auch dieses Mal, dass es funktionierte.Die ersten Lebensstunden im Kreißsaal waren sehr entspannt und ruhig. Ich duschte noch, wurde untersucht und unser Baby bekam seine erste Kleidung an. Morgens um 7Uhr durften wir dann nach Hause gehen (ambulante Geburt) und kamen mit Frühstücksbrötchen zu Hause an und überraschten die noch schlafenden Geschwister und ihre Tante. Die Freude über das Geschwisterchen war sehr groß und wir erlebten einen schönen ersten Tag gemeinsam als Familie.

Das Stillen klappte glücklicherweise von Anfang an gut und ich hatte auch keine Schmerzen beim Milcheinschuss in den ersten Tagen. Ich stille unser Baby immer noch und jetzt isst er schon fleißig vom Tisch mit. Da ich jetzt schon drei Kinder habe, ist das Stillen für mich nicht mehr anstrengend oder stressig. Ich stille überall und auch in der Öffentlichkeit und finde daran auch nichts verwerfliches geschweige denn, dass es mir peinlich wäre. Ich habe immer ein Tuch dabei, damit sich unser Baby geborgen und geschützt fühlt und die anderen Anwesenden auch nichts sehen. Doch dieses Selbstbewusstsein hat sich auch erst entwickelt und war nicht sofort von Anfang an da. Manches bringt einfach wirklich nur die Zeit. 

Mein Mann hat mich von Anfang an mit dem Stillen unterstützt. Er war mir immer eine große Hilfe und sehr stolz, dass das Stillen bei jedem Kind geklappt hat.

Und er hat mich in der Entscheidung zu Stillen auch immer unterstützt und vor blöden Kommentaren stets beschützt.

Denn auch ich durfte mir in den letzten Jahren von vielen Menschen verschiedene Kommentare zum Thema Stillen anhören. Oftmals konnte ich nur den Kopf darüber schütteln. Vor allem wenn Außenstehende meinten einschätzen zu können, dass meine Milch ja nicht nahrhaft genug sein müsse, weil mein Baby ja schon wieder Hunger habe. Das Babys an der Brust auch Schutz, Ruhe und Geborgenheit und vor allem Zuflucht suchen vergessen viele oder sie wissen es erst gar nicht.

Von Herzen, eure Jasmin

 


Weitere Ratgeber

Mamacare

Denise' Milchpumpenblues

Denise erzählt uns ihre Geschichte. Vom Milchpumpe ansetzen Tag ein Tag aus. Davon was sie alles hat ertragen müssen, um ihren Sohn Leopold mit ihrer Muttermilch versorgen zu können.

Mamacare

Stillen - selbstverständlich das "Beste"

Christina erzählt uns ihre Geschichte. Vom selbstverständlich "Besten" für ihr Baby - vom Leidensweg zur Flasche und von ihren vielen Versuchen, alles richtig zu machen.

Mamacare

Herausforderung Schwangerschaft: Carolin erzählt

Carolin erzählt uns von ihren Komplikationen in ihrer ersten Schwangerschaft. Von Operationen und Ratschlägen, die sie nicht befolgen wollte. Und was dabei herauskam, könnt ihr euch in ihrer Story durchlesen!

Vertrauen seit 1911

Wir sind für dich da.

Seit mittlerweile über 100 Jahren vertrauen uns Mamas und Papas wenn es um das Wohl ihres Babys geht.

Unsere Expertinnen im Elternservice, zwei erfahrene Ernährungswissenschaftlerinnen und selbst mehrfache Mamas, unterstützen werdende Mütter und junge Eltern mit Rat und Tat.

Die langjähriger Erfahrung und das großem Fachwissen unserer Hebammen schätzen wir sehr - ihre Tipps und wissenswerte Infos findest du auf unseren Ratgeberseiten.

Über uns - die Töpfer Babywelt