Sabina | Ihre Töchter Rosa 3 Jahre & Mila 11 Monate

Die Schlafgewohnheiten meiner Töchter sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht

Über Rituale und Akzeptanz

 

Schlafgewohnheiten antrainieren?

Ich dachte anfangs, dass es an meiner Methode lag, dass unsere erste Tochter so gut ein und durchschlief. Doch mit meiner zweiten Tochter kam dann alles ganz anders.

Am Ende heißt es einfach, die Situation so anzunehmen wie sie ist…

Hallo,

mein Name ist Sabina und ich habe eine Tochter im Alter von 3 Jahren namens Rosa und eine kleine Tochter im Alter von nun 11 Monaten namens Mila.
 

Ich habe mich dazu entschieden euch heute ein wenig über die Schlafgewohnheiten meiner Töchter zu erzählen und wie unterschiedlich diese sind:

 

Kein Kind gleicht dem Anderen

Meine ältere Tochter, Rosa, war ein vorbildliches Kind wie man es sich als werdende Mama wünscht. Schon kurz nach der Geburt, wenn Babys ja eigentlich immer nur ein paar Stunden am Stück schlafen hat meine Rosa bereits fast die ganze Nacht durchgeschlafen. Rosa schlief von Anfang an in ihrem eigenen Kinderbettchen. Sie war nachts höchstens zweimal wach. Wobei „wach“ es nicht so ganz trifft. Sie hat angefangen etwas zu quengeln, dann habe ich sie gleich zu mir geholt und sie gestillt und dabei sind wir dann beide wieder gemeinsam eingeschlafen. So hat sie immer den Anfang der Nacht in ihrem eigenen Bett aber bei uns im Schlafzimmer verbracht und ab dem ersten mal Stillen war sie dann bei uns im Bett dabei.

Mir war es wichtig, dass sie ihr Kinderbett in unserem Schlafzimmer hat, weil ich das Gefühl hatte dann intuitiv schneller reagieren zu können. Obwohl ich normalerweise einen sehr festen Schlaf habe wurde ich immer schon mit ihr gemeinsam wach sobald sie schon etwas anders geatmet hat oder sich etwas mehr bewegt hat. Sie musste also noch gar nicht schreien oder auf sich aufmerksam machen da war ich immer schon bei ihr und habe sie zu mir ins Bett geholt um sie zu stillen. Ich glaube, dadurch ist sie gar nicht richtig wach geworden und konnte somit schnell wieder in ihren Tiefschlaf zurückkehren. Genauso wie ich. Es hat nur ein paar Wochen gedauert bis sie auf diese Weise fast die ganze Nacht durchgeschlafen hat. Es war dann immer schon gegen Morgen als ich sie zum Stillen zu mir holen musste. Das war sehr entspannt für mich weil ich, im Gegensatz zu dem was ich so von anderen Müttern gehört hatte, kaum Schlaf verlor. Ich war dadurch eine ausgeruhte und recht entspannte Mutter und habe diese Zeit wirklich sehr genossen.

Tochter Nummer zwei hatte ihre eigene Idee vom Schlafen

Als meine zweite Tochter, Mila, kam wollte ich es genauso handhaben und war felsenfest davon überzeugt, dass es an meiner Methode lag, dass Rosa nachts so gut geschlafen hatte. Aber schnell stellte sich heraus, dass Mila ganz anders war. Es fing schon damit an, dass sie keinen Schnuller akzeptierte. Das war bei Rosa immer mein „Wundermittel“. Ob beim Einschlafen, oder auch wenn sie tagsüber mal quengelig war. Der Schnuller hat immer geholfen. Ich habe bei Mila sämtliche Schnuller ausprobiert die es so gibt. Sogar einen aus Naturkautschuk. Selbst die Hebamme hat es versucht. Sie wusste noch ein paar Tricks wie man einem Säugling beibringt einen Schnuller zu nutzen bzw. zu akzeptieren.

Es half auch kein Allroundhilfsmittel

Um Mila zum Schlafen zu bringen half nur Stillen und trotzdem schlief sie nicht durch. Das macht sie bis heute nicht. Auch schläft sie nicht alleine, also gar nicht. Ich muss immer bei ihr sein. Sowohl nachts als auch tagsüber beim Mittagsschlaf. Inzwischen ist es nicht mehr das Stillen was sie zum Schlafen braucht, sondern einfach in meinen Armen zu liegen. Dadurch schläft sie natürlich bei uns im Bett. Nachts warte ich bis sie tief genug eingeschlafen ist und lege sie dann neben mich damit ich schlafen kann aber sie mich immer noch spüren kann. Trotzdem wacht sie nachts mehrmals auf. Setzt sich hin und weint sofort bis sie mich „lokalisiert“ hat. Dann kommt sie zu mir, krabbelt auf meinen Bauch, kuschelt sich ein und schläft wieder weiter. Aber nichts half. Also musste ich die Idee von meinem „Allroundhilfsmittel“ aufgeben.

Hausarbeit und Erledigungen erledigen Mila und ich zusammen

Nachts stört mich das gar nicht so sehr. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, aber abends würde ich mir oft wünschen, dass ich sie einfach in ihr Bett legen könnte damit sie einschläft. Und auch tagsüber wäre es sinnvoll wenn sie alleine schlafen würde. Durch diese Situation verbringe ich wirklich 24 Stunden am Tag mit ihr. Das an sich ist natürlich schön, aber an Hausarbeit oder andere Arbeiten und Erledigungen ist dabei kaum zu denken. Ich muss die notwendigsten Dinge dann erledigen wenn sie wach ist was bedeutet, dass die Zeit dafür von unserer gemeinsamen Spielzeit abgeht. Das bedrückt mich schon ganz schön.

 

Ich habe so vieles ausprobiert:

"Ich denke, wir sollten unsere Kinder einfach so nehmen wie sie sind."

Von Einschlaf-Ritual bis weinen lassen...

Ich habe schon einiges versucht um Mila dazu zu bringen alleine einzuschlafen. Zum Beispiel habe ich mein bereits benutztes Kopfkissen in ihr Kinderbett gelegt. Ich dachte, dass es ihr helfen würde wenn sie meinen Geruch an dem Kissen wahrnimmt.Ich habe feste Rituale vor dem Schlafen eingeführt. Sie bekam ihr Abendessen, danach wurde gebadet und sie bekam die Zähnchen geputzt. Dann noch kurz kuscheln und Stillen und ab ins Bett. Ich habe ihr eine Flasche mit warmer Milch gemacht und sie ihr mit ins Bett gegeben, damit sie beim trinken einschläft.

Ich habe ihr eine riesige Portion Milchbrei vor dem Stillen gegeben weil ich dachte wenn ihr Bauch richtig voll ist schläft sie schneller und besser ein. Ich habe versucht ihr ein Kuscheltier oder Kuscheltuch als Ersatz für mich ins Bett zu geben. Ich habe sogar mal versucht sie einfach weinen zu lassen bis sie einschläft, aber selbst das hat nichts  geholfen. Sie hatte ewig geweint bis sie eingeschlafen war und dann war sie nach wenigen Minuten gleich wieder wach und ich war noch gestresster weil ich ein schlechtes Gewissen hatte.

Aber Ihr seht, wie unterschiedlich selbst Schwestern sein können. Ich denke man muss sie einfach nehmen wie sie sind und die Zeit mit ihnen genießen egal ob man nun ein „einfaches“ oder ein „schwieriges“ Baby hat. Babys sind sie ja nur soooo kurz.


Liebe Grüße, eure Sabina


 

Noch mehr echte Geschichten

Mamacare

Denise' Milchpumpenblues

Denise erzählt uns ihre Geschichte. Vom Milchpumpe ansetzen Tag ein Tag aus. Davon was sie alles hat ertragen müssen, um ihren Sohn Leopold mit ihrer Muttermilch versorgen zu können.

Mamacare

Vom Profisportler zum Profipapa

Hannes erzählt uns seine Geschichte. Eine Geschichte, die man nicht täglich als Lektüre serviert bekommt. Hannes ist nämlich Profisportler und 200 Tage im Jahr unterwegs. Seiner Meinung nach passt da ein Baby sehr gut rein - lest aber selber, wie er und seine Freundin Leni das meistern.

Mamacare

Stillen - selbstverständlich das "Beste"

Christina erzählt uns ihre Geschichte. Vom selbstverständlich "Besten" für ihr Baby - vom Leidensweg zur Flasche und von ihren vielen Versuchen, alles richtig zu machen.