Christina| Töchterchen Johanna ist mittlerweile 2 Jahre alt

Auf die Löffel, fertig los!!! – Der Start in die Beikost

Karottenbrei muss nicht immer die erste Wahl sein

Johannas erster Löffel „normale“ Nahrung ist heute ziemlich genau 1,5 Jahre her. Trotz dieser langen Zeit, während der unsere Tochter gemeinsam mit uns isst, gibt es immer wieder Überraschungen.

Mit knapp 5 Monaten riet uns unsere Hebamme bei ihrem letzten Besuch, dass wir ruhig mal einen Löffel Brei anbieten könnten. Besonders da ich nicht mehr stillte und auch Johannas erstes Zähnchen sich bereits in dem Alter zeigte, meinte die Hebamme, wir könnten mal einen Versuch am Mittag (wenn das Kind besonders wach und neugierig auf Neues ist) wagen und müssten nicht zwingend bis nach dem 6. Monat warten. Gesagt, getan: ich kaufte einen Sack Möhren, kochte sie, pürierte sie und… nichts passierte! Johanna öffnete nicht mal den Mund. Daraufhin versuchte ich den Möhrenbrei nochmal durch ein Sieb zu streichen – damit er noch feiner wird – aber auch das schien ihr nicht zu passen. Wir warteten noch eine Weile ab, aber auch dann war Johanna mit Möhren nicht zu locken. Eine Freundin empfahl uns dann doch mit etwas anderem zu beginnen – Pastinake oder auch Kürbis seien geeignet – und siehe da, der Kürbis war dann das richtige Gemüse! Hier durften wir natürlich auch keine Wunder erwarten, aber als der Mund dann aufging und die ersten Löffelchen erfolgreich geleert wurden, waren wir erleichtert und glücklich.

 

 

 

Verschmähte Kochkünste

Johanna wusste anfangs schon sehr genau was ihr schmeckt und was nicht. Karottenbrei gehörte jedenfalls nicht zu Johannas Lieblingsessen.

Probiere einfach verschiedene Gemüsesorten aus. Irgendwo wird dein Baby schon anbeißen.

Gemüsebrei selbermachen ok, aber Fleischbrei?

Zu Beginn kochte ich noch ambitioniert alles Mögliche an Gemüse selber. Etwa zwei Wochen nach dem ersten Löffelchen Kürbisbrei fügten wir noch etwas Kartoffel hinzu und versuchten es auch immer mal wieder mit Möhre oder Pastinake. Auch das lief jetzt deutlich besser. Allerdings wurde mir die Lust am „Selber machen“ spätestens dann verleidet, als noch die dritte Komponente – das Fleisch – zum Mittagsbrei hinzukommen sollte. 

Pürierte Vielfalt schafft Abwechslung

Zunächst hierzu vorweg: mein Mann und ich selbst sind keine Vegetarier oder gar Veganer, essen aber durchaus auch gerne mal fleischlose Gerichte des Geschmacks wegen. Uns war aber bewusst, dass Eisen ein wichtiger Bestandteil der Ernährung unserer Kleinen sein muss und somit entschieden wir uns auch hier, sie an unsere ganz normalen Familiengewohnheiten zu gewöhnen: Fleisch ja, aber in einem gesunden Maße. Zu Beginn schon täglich, da es ja auch nur einen kleinen Teil am gesamten Brei ausmacht, dann aber in der Tendenz zweimal die Woche und einmal die Woche Fisch. Zwischendrin gab es dann auch mal pürierten Kaiserschmarrn mit Apfelmus oder Nudeln mit Tomatensoße – auch die feinstens püriert!  

Püriertes Fleich?

Doch zurück zur Fleischzubereitung und meinen Erlebnissen hier… Ein erster Versuch, Fleisch durch ein Sieb zu streichen und dann in Eiswürfelförmchen einzufrieren, um es portioniert haltbar zu machen, ekelte mich dann doch etwas und hier begann ich dann, „Fleischgläschen“ in der Drogerie zu kaufen. Auch Fisch ist für die Ernährung sehr wichtig, aber ich traute eher den Gläschenherstellern, dass sie jede Gräte finden, als meinem bloßen Auge. Hier fing ich dann an, etwas träge zu werden und auch das ein oder andere Gläschen zu kaufen. Definitiv entspannter und manches schmeckte unserer Kleinen dann sogar noch besser und die Breimenge ließ sich gut steigern.

Brei aus dem Glas

Ab und zu kaufe ich auch mal das ein oder andere Gläschen. Das nimmt mir die Fleischzubereitung ab. Bei Fisch kann ich hier sicher sein, dass keine Gräten mehr drin sind.

Johannas heißgeliebter Abendbrei

Nachdem der Mittagsbrei gut angenommen wurde, versuchten wir uns am Abendbrei. Hier entschied ich mich für ein Mehrkornpulver zum selber Anrühren. Zum einen, da Vollkorn gut für die Verdauung ist und die bei der Beikosteinführung durchaus auch mal durcheinander kommen kann, und zum anderen, da ich bei Breipulver etwas mehr selbst steuern kann, was ich dem Brei letztlich zusetze. Oftmals habe ich den Brei mit Milch angerührt und dann einen Löffel Obstbrei und auch einen Esslöffel Rapsöl dazu getan. Obstbrei haben wir im Übrigen auch ab dem Zeitpunkt der Fleischgabe als „Nachtisch“ dem Mittagessen hinzugefügt. Hier reichen ja oft schon ein paar kleine Löffelchen, um das Eisen im Fleisch besser aufnehmen zu können. 

Getreide- und Obstbrei

Als Letztes kam dann der Getreide- Obst- Brei am Nachmittag, wo ich auch einfach das Vollkornpulver vom Abend mit Wasser anrührte und dann etwas mehr Obstmus hinzugetan habe. Beides wurde sehr gut angenommen – schmeckt ja auch süßer ;-) 

Bis hierhin sind wir eher der „klassischen“ Variante der Beikosteinführung gefolgt. Trends wie das Baby lead weaning stellte uns unsere Hebamme auch vor, allerdings waren wir hier zu Beginn noch nicht mutig genug aus Angst vor dem Verschlucken oder gar Ersticken an kleineren Essensbrocken. Da Johanna unser erstes Kind ist, hielten wir uns erstmal an klassische Muster, wurden dann aber auch mit zunehmender Zähnchenzahl mutiger und begannen ihr dann auch Gurken oder Erdbeeren und anderes Obst in kleine Stückchen zu schneiden, sodass sie es selbst ertasten und auswählen konnte.

 

 

 

Johanna probiert fleißig weiter...

Mittlerweile ist Johanna 2 Jahre alt und isst überwiegend von unserem Erwachsenen-Essen mit. Nur der Abendbrei ist geblieben, den liebt sie noch heute und da wird dann abends – Sommer wie Winter – eine große Schüssel warmer Vollkornbrei mit Milch verspeist. ☺ 

Von Herzen, eure Christina

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